CARAIMAN‐KREUZ
Das Kreuz der Volkshelden ist ein Denkmal, das zwischen 1926‐1928 auf dem Caraiman‐Berg gebaut wurde, bei einer Höhe von 2291 m, im Andenken an die Volkshelden, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Im Bergtal des Caraiman Gipfels befindet sich die Stadt Bușteni. Die Namengebung des Denkmals ist „Kreuz der Volkshelden“, aber im Volk ist es als „Kreuz vom Caraiman“ bekannt und mit der Eintragsnummer PH‐IV‐m‐A‐16887 im Register der geschichtlichen Denkmäler eingetragen. Dieses Denkmal wurde von Guiness World Records zum höchsten Kreuz der Welt anerkannt, das auf einem Berggipfel steht.
Standort und Dimension
Das Kreuz der Volkshelden befindet sich auf dem Bergrücken des Caraiman Massivs, am Rand der steilen Felswand zum Valea Seacă‐Tal hin, bei einer Höhe von 2291 m, und zeichnet sich weltweit sowohl durch die Höhe des Standortes, als auch durch die Dimensionen aus: das Kreuz selbst hat eine Größe von 28 m und zwei Arme von jeweils 7 m. Das Denkmal war zur Zeit seiner Errichtung die höchste Konstruktion der Welt, die bei einer derartigen Höhe gebaut wurde. Die Breite des senkrechten Balkens beträgt 2 m, die Länge der waagerechten Arme bis zum zentralen Balken beträgt 7 m, und die Seite eines Quadrats des Stahlgeflechts beträgt 2 m.
Das Kreuz ist aus Stahlrohren gebildet und auf einem Stahlbetonsockel montiert, das mit Kalkstein beschichtet ist und 7,5 m hoch ist. In der Mitte des Sockels befindet sich ein Raum, in dem ursprünglich der Stromgenerator stand, der die 120 Glühbirnen von 500 W auf dem Umriss des Kreuzes mit Elektrizität versorgte.
Der Bau des Denkmals
Das Kreuz der Volkshelden wurde zwischen 1926‐1928 gebaut, zur Ehre der Angehörigen des Eisenbahnpersonals, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, im Krieg gegen die Zentralen Mächte. Das Kreuz wurde aus der Initiative der Königin Maria und des Königs Ferdinand I. von Rumänien errichtet, mit dem Ziel, von einer möglichst großen Entfernung sichtbar zu sein.
Manchen Sagen nach wäre dieses Denkmal dank eines Traumes entstanden, den Königin Maria hatte. Die Bucegi Berge, hier im Caraiman Gipfel vertreten, sind von rumänischen Blut im Ersten Weltkrieg genässt worden. Für den Bau des Denkmals hat man den sekundären Gipfel des Caraiman gewählt (2291); wenn das Kreuz auf dem Hauptgipfel (2325 m) gebaut worden wäre, dann wäre es nur von der Nähe, vom Plateau sichtbar gewesen.
Das Projekt wurde von den rumänischen Architekten Georges Cristinel und Constantin Procopiu gemacht. Der Bau des Denkmals begann 1926 und wurde im August 1928 beendet, wobei Königin Maria den Prozess aufmerksam verfolgte. Die Eröffnung und Segnung des Denkmals fand am 14. September 1928 statt, am Feiertag des Heiligen Kreuzes.
Die Arbeiten wurden von der Brückendirektion innerhalb der C.F.R. (des rumänischen Eisenbahnunternehmens) durch Abteilungen L1 und L5 aus Sinaia verrichtet.
Der Sicherstellungsprojekt wurde von Ingineuren Alfred Pilder und Teofil Revici erstellt, Bauleiter war Nicu Stănescu und Standortmanager war Meister V. Bumbulescu. Die notwendigen Fonds für den Bau wurden aus verschiedenen Quellen und durch Spenden von Privatunternehmen, sowie auch von Staatsinstitutionen, erhalten.
Das Denkmal wurde aus Metallträgern gebildet, die durch Nieten zu einem Netzwerk verbunden wurden. Die Konstruktion selbst wurde von der Gesellschaft Cultul Eroilor errichtet, wobei auch eine große Anzahl Jugendliche mitgearbeitet haben. Die Werkzeuge, das Holz, die Metallteile und alle anderen notwendigen Materialien wurden mit dem Zug bis zum Bușteni Bahnhof transportiert. Von hier wurde ein Teil der Metallträger und der anderen Materialien mit Ochsenwagen auf dem Weg Bușteni – Sinaia – Gipfel Păduchiosul – Gipfel Dichiu – Plateau Bucegi – Gipfel Caraiman transportiert, und der Rest der Materialien wurden mit der Seilbahn der Papierfabrik Bușteni transportiert. Die Seilbahn transportierte die Bauteile auf dem Valea Jepilor‐Tal, bis zum Schiel Kanton – auf dem Bucegi Plateau, wovon diese weiterhin auf engen Pfaden auf Pferde und Eseln bis hin zum Caraiman Gipfel transportiert wurden.
Da es nicht genug Wagen in der Region gab, hat eine Bank ein Darlehen mit einer niedrigen Zins für den Ankauf von weireren Wagen gegeben. Der Weg war schwierig und ein Ochsenkarren konnte nicht mehr als zwei‐drei Transporte in einer Woche machen. Für das Darlehen ihrer Karren wurde den Bauern – darunter bis heute die Familie Clinci aus Sinaia in der Erinnerung der Leute von hier geblieben ist – Geld, etwas Heu und Nahrung gegeben.
Der Sockel des Kreuzes wurde 1930 aus Stahlbeton und sorgfältig bearbeitetem Kalkstein und erst zwei Jahre nach der Segnung des Kreuzes eingebaut, um es besser zu befestigen; das Kreuz wurde zuerst direkt im Fels befestigt. Die Balken des Kreuzes sind aus Geflechte gebildet, sodass sich die leeren Stellen im Winter mit gefrorenem Schnee füllen können.
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